Forschungstaucheinsätze
für Wissenschaft und Medien

Sitz in Kiel, Einsatz weltweit.

 

Wracks der Ostsee

Ostsee, Kieler Bucht

seit 2008

Im Rahmen der Lehrtätigkeit von F. Huber am Institut für Ur- und Frühgeschichte der CAU Kiel fanden in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe für maritime und limnische Archäologie (AMLA) der CAU Kiel, dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein (ALSH) sowie dem Forschungstauchzentrum der CAU Kiel in den Jahren 2010-2013 systematische Untersuchungen an neuzeitlichen Schiffswracks im Bereich der Kieler Förde statt. Ziel war es, geprüften Forschungstauchern im Rahmen von Geländepraktika grundlegende, unterwasserarchäologische Arbeitsweisen zu vermitteln. Dazu gehörten neben der Durchführung von Prospektionen, Positionsmessungen und Vermessung auch zeichnerische Dokumentation, Probennahme sowie der Umgang mit Seitensichtsonaren (Side-Scan Sonar) und Echolot. Ein weiteres Ziel war es, standardisierte Arbeitsabläufe von Forschungsschiffen sowie die Anfertigung von Gefährdungsanalysen für Forschungstaucheinsätze zu erstellen, um die Wracks effizient und sicher lokalisieren, dokumentieren, datieren und wenn möglich auch charakterisieren zu können. Dabei wurde ganzjährig von Bord der FK Littorina und der FB Polarfuchs des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel GEOMAR getaucht, um die Teilnehmer an unterschiedliche Einsatzbedingungen und Arbeitsplattformen heranzuführen. Als Informationsgrundlage über genaue Wrackpositionen und Anomalien im Arbeitsgebiet wurden Untersuchungsberichte und Wrackkarten des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) Rostock ausgewertet. Diese beinhalten in der Regel Objekttyp, BSH-Inventarnummer, Hinweise zum Schiffsnamen sowie Art und Datum der letzten Sichtung. Zusätzlich wurden Angaben von lokalen Fischern, Sporttauchern und der gängigen Tauchliteratur eingeholt. Dadurch konnten 22 Schiffswracks im Bereich in der Kieler Förde ausgemacht werden. Davon wurden im Laufe des Projekts 15 Wracks angefahren und untersucht. Besonderes Augenmerk galt dabei dem sog. Seenelken Wrack (BSH-Nr. 135) – einer dänischen Jacht aus dem 19. Jh. – am östlichen Ausgang der Kieler Förde.

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